Wo der Pfeffer wächst ...
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Hansjörg Küster - Kleine Kulturgeschichte der Gewürze | |
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| Verlag: | Beck-Verlag 2003, 2.überarbeitete Auflage | |
Kaum eine Mahlzeit oder ein Gericht kommt heute noch ungewürzt auf den Tisch. Ja vielfach erscheint selbst das reine Gemüse seltsam fade und geschmacksarm. Doch kaum jemand weiß, wie mit oftmals kleinen Griffen in die Gewürztöpfe sich Welten zwischen den Gerichten vermeintlich gleicher Zubereitung auftun können.
In 160 Einträgen portraitiert der Hannoveraner Professor für Pflanzenökologie die im europäischen Kulturraum bekanntesten Gewürze. Dabei legt er sein Augenmerk stets auf drei Beschreibungseinheiten. Küster beginnt mit einer kurzen botanischen Charakterisierung der Pflanzen, fährt fort, einen kurzen historischen Überblick über Handelswege, Erwähnungen und kulturgeschichtliche Verbreitung zu geben und endet stets mit dezenten Hinweisen zum Küchen- und Hausapothekengebrauch. Dabei zitiert Küster ebenso kenntnisreich wie vergnüglich aus Klosterbüchern, lokalen Mythen und Sagen und nicht zuletzt aus dem Buch der Bücher.
Heraus kommt eine gleichsam kurzweilige wie hochinteressante Kulturgeschichte des heimischen Gewürzregals, die ganz nebenbei auch ein wenig vom täglichen Gewürzeinerlei weglockt und Mut zum Würzen macht.
Küsters Büchlein ist ein Muss nicht für literarische Hobbyköche, sondern für alle, die wissen möchten, wie geschichtsbeladen so ein ganz normaler Mittagstisch sein kann.
